Auf Achse

Knastbros Travel - Weltreise

15. Woche: Usbekistan (Teil 2)

06.09.2016 12:36 (bb/bb)

Nach unserer Zeit in Taschkent fahren wir weiter nach Samarkand. Schon nach 35 km haben wir wieder einen Platten“ und zwar wieder am Vorderrad. Schnell nehmen wir den Schlauch raus und sehen, dass die Luft wieder an der gleichen Stelle entweicht, an der wir schon geflickt haben.

Wir versuchen nochmals zu flicken, aber ohne Erfolg. Bei einer Temperatur von über 40 Grad kann der Leim gar nicht richtig anziehen. So fahren iwir mit einem Töff und dem kaputten Schlauch zu einer Werkstatt, die auch für das Vulkanisieren eingerichtet ist. Es dauert aber etwa zwei Stunden, bis der Schlauch geflickt ist. Beim Vulkanisieren kommt der Schlauch mit Leim und einem Flick unter eine heisse Presse und muss dort für einige Zeit bleiben. Wir sind überzeugt: das hält jetzt sicher!

 

Aber falsch gedacht: Nach weiteren 50 km ist die Luft wieder draussen, und das um ca. 22 Uhr am Abend. Zum Glück ist die Panne nicht auf freiem Feld passiert, sondern in einer kleinen Ortschaft. Schnell versammeln sich einige Leute, die sehr hilfsbereit sind. So werden wir von einer Familie zum Abendessen eingeladen und eine andererbietet uns einen Nachtplatz an. Dieses Angebot nehmen wir sehr dankbar entgegen. So übernachten wir dort und machen uns erst am nächsten Morgen wieder ans Flicken. Dieses Mal funktioniert es besser und wir können weiter bis nach Samarkand fahren.Wieder einmal haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Leute hier viel offener und gastfreundlicher sind als in Europa.

 

Samarkand ist eine über 2000 Jahre alte Stadt an der Seidenstrasse. Die Stadt ist ziemlich touristisch und bekannt für ihre alten Registan Moscheen. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir übernachten in einem kleinen Hostel im Zentrum der Stadt. In Usbekistan ist man gezwungen, in einem Hotel zu übernachten, denn man muss sich jede zweite Nacht in einem Hotel registrieren lassen. Bei der Registrierung bekommt man jedes Mal einen kleinen Zettel, der bei der Ausreise vorgewiesen werden muss. So wird kontrolliert, wo man gewesen ist. Wenn man sich für längere Zeit nirgends registriert hat, droht einem eine Busse.

 

Nach drei Nächten in Samarkand fahren wir weiter nach Bukara, einer sehr alten Händler-Stadt, die für ihre Altstadt bekannt ist. Wir finden einen Couchsurfing-Platz zum Übernachten. Dieser Couchsurfing Platz ist bei Reisenden ziemlich beliebt, und wir treffen dort auf etwa sechs andere Touristen, die aber alle mit dem Fahrrad reisen. Der Vorteil: Man kann sich sogar bei diesem Couchsurfing Platz registrieren lassen für wenige Dollars. Nur die Klimaanlage fehlt leider: Das Schlafen bei über 30 Grad ist recht gewöhnungsbedürftig!

 

Auf dem Schwarzmarkt wechselten wir USD 400 und haben dafür 2,4 Millionen Usbekische Som bekommen.! Einen ganzen Rucksack voll! Auf dem Schwarzmarkt erhält man einen doppelt so guten Wechselkurs wie auf der Bank. Die grösste Note ist 5000 Som, da diese Note aber ziemlich rar ist, haben wir unsere 2,4 Millionen in 1000 Som Noten bekommen. Jeder kann sich jetzt selber ausrechnen mit wie viel Noten wir zurzeit rumlaufen. Aber man wird die Noten auch gleich schnell wieder los, denn ein Redbull kostet etwa 9000 Som und ein gutes Essen im Restaurant ist auch schnell 50'000 Som. Das Mühsame ist nur, bei jedem Zahlen die passende Zahl an Noten aus dem Stapel auszuzählen....

 

Es war geplant, dass wir durch Pakistan weiter nach Indien fahren, das ist jetzt leider nicht mehr möglich da wir kein Visum bekommen wegen der momentan Lage im Land. Jetzt müssen wir unsere Bikes nach Indien verschiffen. Sobald wir in Tehran sind, müssen wir das noch organisieren.

Über Berni und Kevin

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